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Mufflon - Ovis gmelini

Ein Dankeschön an meine Paten 

🐏 Mufflon

Wissenschaftlicher Name: Ovis gmelini

Ordnung: Paarhufer

Familie: Hornträger

Gefährdungsstatus: Regional gefährdet (ursprüngliche Wildform selten)

✨ Kurzbeschreibung

Das Mufflon gilt als einer der ursprünglichen Vorfahren unserer heutigen Hausschafe. Mit seinem rotbraunen Fell und den beeindruckend geschwungenen Hörnern der Widder gehört es zu den charakteristischen Bewohnern felsiger Landschaften und lichter Wälder.

Treue zu Pfaden

Ein ausgeprägter Charakterzug der Mufflons ist ihre Treue zu den Pfaden, auf denen sie sich bewegen. Sie benützen diese im Frühling und Sommer mit einer derartigen Regelmäßigkeit, dass daraus feine Rinnen werden, welche die Landschaft prägen. Die Orte, an denen sie fressen und überwintern, werden mit der gleichen Hartnäckigkeit besucht.

Typisches Verhalten: Sie leben in kleinen Rudeln, die meist nur aus Weibchen und den Jungtieren bestehen. Das älteste Weibchen ist jeweils das Leittier. Außerhalb der Brunftzeit schließen sich die Männchen meist zu eigenen Gruppen zusammen. In der Brunftzeit gesellen sie sich dann zu den Gruppen mit den Weibchen und kämpfen um ihre Gunst. Dabei nehmen sie kräftig Anlauf und knallen dann mit ihren Hörnern gegeneinander.

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    Göße/Länge

    10–130 cm, max. 152 cm

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    Schulterhöhe

    65 bis 90 cm

  • gewicht-steckbrief-tierpark-fuerstenwalde

    Gewicht

    35 bis 60 kg

  • aktivitaet-steckbrief-tierpark-fuerstenwalde

    Aktivität

    überwiegend tagaktiv

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    Ernährung

    anspruchslose Wiederkäuer und reine Pflanzenfresser, die sich hauptsächlich von Gräsern, Kräutern, Trieben und Laub ernähren. Ihr Speiseplan umfasst zudem Eicheln, Kastanien, Knospen, Rinde und verschiedene Samen.

  • lebenserwartung-steckbrief-tierpark-fuerstenwalde

    Lebenserwartung

    10–15 Jahre

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    Verbreitung/Herkunft

    Mufflons stammen ursprünglich aus den trockenen, steinigen Gebirgsregionen Korsikas und Sardiniens. Durch Einbürgerungen im 19. und 20. Jahrhundert leben sie heute auch in Mitteleuropa.

  • lebensraum-steckbrief-tierpark-fuerstenwalde

    Lebensraum

    besonders in Mittelgebirgen, Laub- und Mischwäldern sowie im Flachland. Bevorzugte Habitate bieten Rückzugsmöglichkeiten und festen Boden.

🤯 Wusstest du schon?

Wow-Fakt: Männchen haben bis zu 80 cm lange, gebogene Hörner; Weibchen sind meist hornlos oder haben kleine Hörner. Während der Paarungszeit liefern sich die Widder spektakuläre Kämpfe. Mit lautem Knall stoßen die Hörner aufeinander, um die Rangordnung zu klären.

🌿 Bedeutung im Ökosystem

Regulierung der Vegetation (Äser): Mufflons sind Wiederkäuer und ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Blättern, Knospen, Rinde und Pilzen. Durch ihren Verbiss können sie die Waldstruktur beeinflussen, insbesondere durch den Fraß von Trieben.

Offenhalten von Lebensräumen: Durch Beweidung auf kargen Böden und felsigen Flächen können Mufflons dazu beitragen, Verbuschungen zu verhindern und Offenlandbereiche zu erhalten, was die Biodiversität in spezifischen Habitaten fördern kann.

Beutetier für Raubtiere: In Gebieten, in denen Luchs und Wolf vorkommen, dienen Mufflons als Beutetier und sind somit ein wichtiges Glied in der Nahrungskette. Ihr spezielles Fluchtverhalten – kurzes Rennen, gefolgt von abruptem Stehenbleiben – macht sie für Wölfe relativ leicht erreichbar.

Einfluss auf die Waldverjüngung: In hohen Dichten können Mufflons durch Verbiss von Knospen und Schälen von Rinde (insbesondere im Winter) negative Auswirkungen auf die natürliche Verjüngung von Bäumen, wie der Buche, haben.

👀 Verhalten & Besonderheiten

Warum ist das Tier besonders? Genetische Untersuchungen zeigen, dass der Mufflon der Stammvater aller modernen Hausschafsassen ist. Sie wurden bereits in der Jungsteinzeit vor über 10.000 Jahren domestiziert.

Laut/Geräusche: Ausgewachsene Mufflons geben keine Jaullaute von sich. Bei Gefahr zischen sie durch die Nüstern. Oftmals geht diesem Warnruf ein nervöses Stampfen mit den Vorderpfoten voraus.

Besondere Fähigkeit: Mufflons können sehr gut riechen und Feinde schon aus 300 Metern Entfernung wahrnehmen. Aus diesem Grund kann man Mufflons nur selten beobachten: Sie entdecken uns lange, bevor wir sie sehen und treten sofort die Flucht an. Mufflons markieren ihre Reviere mit speziellen Duftstoffen.

⚠ Bedrohungen & Schutz

Feinde/Bedrohungen: Wölfe und Luchse, die besonders in flacheren Revieren die Bestände stark dezimieren. Aufgrund ihrer Anpassung an felsiges Terrain im Mittelmeerraum sind sie im Flachland leichte Beute. Jungtiere (Lämmer) fallen zudem häufig Füchsen und Steinadlern zum Opfer.

Schutzmaßnahmen: Da Mufflons in ihrer ursprünglichen Heimat stark gefährdet sind, ist das Bestandsmanagement komplex.

❤️ Patenschaft

Mit einer Tierpatenschaft unterstützt du Futter, Pflege und Artenschutzarbeit.

Jede Patenschaft hilft, Wissen und Begeisterung für heimische Arten weiterzugeben.

Öffnungszeiten Tierpark Fürstenwalde

April bis September

täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr

Einlass bis 17:00 Uhr

Oktober bis März

täglich von 9 Uhr bis 16 Uhr

Einlass bis 15:00 Uhr

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