Falklandkarakara - Phalcoboenus australis
Neugieriger und intelligenter Überlebenskünstler
Der Falklandkarakara ist extrem neugierig. Zudem ist er alles andere als scheu, auch gegenüber Menschen nicht. Er geht sogar öfters auf Futtersuche in menschlichen Siedlungen. Durch seine Neugierde und Intelligenz hat er ein paar Tricks gelernt, wie er besser an Futter kommt. Er kann Töpfe öffnen, in Mülltonnen klettern und Steine umdrehen!
Typisches Verhalten: ist bekannt für seine extreme Intelligenz, Neugierde und Furchtlosigkeit gegenüber Menschen. Die seltenen Greifvögel sind sehr sozial, brüten in Kolonien und zeigen oft spielerisches Verhalten, bei dem sie Objekte untersuchen, Steine umdrehen oder in Mülltonnen nach Nahrung suchen
Laut/Ruf: harter, knarrender Ruf, der so klingt, wie wenn zwei Holzstücke heftig gegeneinanderschlagen
Besondere Fähigkeit: zeichnet sich durch extrem hohe kognitive Fähigkeiten, Neugier und bemerkenswertes Problemlösungsverhalten aus.
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Ernährung
Aas, Kleinsäuger, Seevögel
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Lebenserwartung
15 bis 20 Jahre
in Zoohaltung 36 bis über 40 Jahre
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Verbreitung/Herkunft
Die Art ist endemisch im äußersten Süden Südamerikas. Der Großteil der Population lebt auf den Falklandinseln, insbesondere auf den vorgelagerten, unbewohnten Inseln. Der Karakara ist zudem auf den Inseln um Feuerland, im Bereich des Kap Hoorn, auf der Isla de los Estados und der Isla Navarino (Chile/Argentinien) anzutreffen.
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Lebensraum
bevorzugt werden felsige Küsten, Gebiete mit dichtem Tussockgras sowie Berglandschaften
🌿 Bedeutung im Ökosystem
Aasfresser und Hygienerolle: Die Hauptnahrung des Falklandkarakaras besteht aus toten Seevögeln, Robbenresten und Aas. Durch die Beseitigung von Tierkadavern an den Küsten trägt er zur Sauberkeit der Lebensräume bei und reduziert das Risiko der Krankheitsausbreitung.
Prädator in Brutkolonien: Er ernährt sich von Eiern und schwachen Jungvögeln (z. B. von Pinguinen und Albatrossen). Dadurch übt er einen gewissen Selektionsdruck auf die Seevogelpopulationen aus, was Teil natürlicher Nahrungsnetze ist.
Intelligenter Opportunist: Falklandkarakaras gelten als außerordentlich intelligent und anpassungsfähig. Sie nutzen ein breites Nahrungsspektrum, das neben Aas auch Insekten, Würmer und andere wirbellose Tiere umfasst. Ihre Intelligenz ermöglicht es ihnen, geschickt Nahrungsquellen zu erschließen.
Indikatorart: Aufgrund seiner begrenzten Verbreitung und spezifischen Lebensraumansprüche (Küsten, Tussockgras) gilt er als wichtiger Indikator für den Zustand der biologischen Vielfalt in der Region.
Interaktion mit Menschen: Die Vögel zeigen ein positives, neugieriges Interesse an neuen Objekten und Menschen, was sie zu bekannten, aber auch gefährdeten Vertretern der Fauna macht.
👀 Verhalten & Besonderheiten
Besondere Fähigkeit: zeichnet sich durch extrem hohe kognitive Fähigkeiten, Neugier und bemerkenswertes Problemlösungsverhalten aus.
Warum ist das Tier besonders? Im Gegensatz zu den meisten Raubvögeln sind Falklandkarakaras kaum scheu. Sie nähern sich Menschen oft ohne Furcht, was auf ihre ursprüngliche Evolution in einer Welt ohne Menschen zurückzuführen ist.
Lebensraum: bevorzugt werden felsige Küsten, Gebiete mit dichtem Tussockgras sowie Berglandschaften
Fortpflanzung: brütet von Dezember bis Februar in Nestern am Boden oder an Klippenrändern, oft auf vorgelagerten Inseln. Paare sind meist monogam, legen 1–4 Eier und brüten diese ca. 28–32 Tage aus, wobei sie während der Brutzeit der Beutevögel nisten.
⚠ Bedrohungen & Schutz
Feinde: keine
Schutzmaßnahmen: Der Falklandkarakara ist durch internationale Abkommen wie das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (Anhang II) und die EG-Verordnung Nr. 865/2006 (Anhang B) streng geschützt. Die Schutzmaßnahmen umfassen ein Verbot des internationalen Handels mit Wildfängen, wobei der Bestand durch Nachzuchten in Zoos gestützt wird. Der seltene Greifvogel ist zudem laut Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt.