Waldkauz - Strix aluco
Sie kann den Kopf verdrehen
Charakter: geprägt von Anpassungsfähigkeit, Reviertreue und einer ausgeprägten Dämmerungs- und Nachtaktivität.
Typisches Verhalten: Der Waldkauz ist überwiegend nachtaktiv. Den Tag verbringt er meist schlafend, gut getarnt und regungslos in Baumhöhlen, dichtem Efeu oder auf Astgabeln, oft nah am Stamm.
Laut/Ruf: Der Gesang dieser stimmfreudigen Eule ist das typische, wohlklingende „Huuuuuuh-hu-huuuuuh“.
Besondere Fähigkeit: ist für seinen nahezu lautlosen Flug und die Fähigkeit bekannt, seinen Kopf um bis zu 270 Grad zu drehen, um trotz starrer Augen einen Rundumblick zu ermöglichen
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Ernährung
großteils von Mäusen, Wühlmäusen und anderen Kleinsäugern, teilweise auch kleinere Vögel, Regenwürmer oder Insekten und Amphibien.
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Lebenserwartung
in freier Wildbahn bis 19 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 28 Jahren
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Verbreitung
weite Teile Mitteleuropas, und auch in Deutschland kommt er so gut wie überall vor. Ist die häufigste Eulenart in Mitteleuropa.
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Lebensraum
in erster Linie in Laub- und Mischwäldern, aber auch in Parks oder anderen siedlungsnahen Strukturen
🌿 Bedeutung im Ökosystem
Regulierung der Kleinsäugerpopulation: Als Fleischfresser (Sekundär- oder Tertiärkonsument) ernährt sich der Waldkauz hauptsächlich von Kleinsäugern wie Mäusen und Wühlmäusen. Dadurch trägt er maßgeblich zur Kontrolle dieser Populationen bei.
Flexibler Nahrungswähler: Bei geringem Mäusebestand wechselt er zu Vögeln, Amphibien oder Regenwürmern, was ihn zu einem flexiblen Bestandteil des Nahrungsgewebes macht.
Spitzenprädatoren-Position: Im Ökosystem Wald nimmt er eine spitzennahe Position in der Nahrungspyramide ein.
Indikatorart für alte Bäume: Er ist auf strukturreiche Laub- und Mischwälder mit alten Höhlenbäumen angewiesen. Das Vorkommen von Waldkäuzen zeigt daher gesunde, strukturreiche Habitate an.
Kulturfolger: Da er sich an Städte, Parks und große Gärten anpasst, fungiert er auch dort als natürliche Schädlingskontrolle.
👀 Verhalten & Besonderheiten
Typisches Verhalten:
Meist einzelgängerisch. Sie jagt in niedriger Flughöhe über Feldern und Wiesen.
Besondere Fähigkeit:
Ihr Gehör ist so fein, dass sie selbst kleinste Bewegungen unter Gras oder Schnee orten kann.
Laut:
Kein klassisches „Uhu-Rufen“. Ihr Ruf klingt eher wie ein langgezogenes, raues Kreischen – für manche fast ein bisschen gruselig.
Fortpflanzung: führen eine monogame Saisonehe, beginnen ihre Brut oft schon im Februar oder März und ziehen jährlich ein Gelege von 2 bis 6 Eiern in Baumhöhlen oder Nistkästen auf
⚠ Bedrohungen & Schutz
Feinde/Bedrohungen: der Uhu, der Habicht sowie der Baummarder und der Rotfuchs, die besonders Eier und junge „Ästlinge“ erbeuten.
Schutzmaßnahmen: profitiert insbesondere durch den Erhalt alter Bäume und die Bereitstellung von Nisthilfen. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen konzentrieren sich auf die Verbesserung des Lebensraums und die Vermeidung von Gefahren